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Schreiben ist Handwerk und Magie

Schreiben ist Handwerk und Magie

Die Geschichten der Ingolstädterin Susanne Feiner vermitteln oft eine nicht ganz alltägliche Sicht auf die Dinge und sind gerne mit einer ordentlichen Portion Humor gewürzt. Die Autorin kann man am 18. November live in Vronis Ratschaus erleben.

„Willst du eigentlich auch mal wieder arbeiten?“ Susanne Feiner nimmt es gelassen, wenn ihr diese Frage gestellt wird. Die Antwort ist klar: „Schreiben ist Arbeit.“ Dennoch: Viele Leute gingen davon aus, dass die Fähigkeit zum Schreiben gottgegeben sei, man sich einfach an den Schreibtisch setze und es dann aus der Feder nur so herausfließe, berichtet die Autorin. „Das ist ein Mythos“, meint Susanne Feiner. „Aber er wird gepflegt, weil er sich gut anhört. Ein bisschen Sprachgefühl und Talent sind zwar schon nützlich, aber vieles kann man sich auch aneignen.“

Weil sie davon überzeugt ist, gibt sie mittlerweile selbst Schreibkurse. „Es ist immer ein toller Moment, wenn jemandem ein guter Text gelungen ist und die Magie des Schreibens spürbar ist. Das Gefühl, etwas geschaffen zu haben, was vorher so noch nicht da war. So wie ein Maler oder ein Bildhauer. Das sind ja auch Handwerker und gleichzeitig Künstler“, findet Susanne Feiner. Das Schreibhandwerk hat sie sich in Seminaren und einem Fernstudium angeeignet. „Man braucht viel Ausdauer, aber das ist es wert“, findet sie. Fünf Kinderbücher, zwei Theaterstücke und einen Kurzgeschichtenband hat sie bisher veröffentlicht.

„Das Schicksal duscht – 25 Geschichten, die Ihnen gerade noch gefehlt haben“ – der Titel ihres neuesten Buchs macht bereits deutlich, auf welche Weise Susanne Feiner an die Arbeit geht: nämlich mit einer gehörigen Portion Humor und mit einer nicht ganz alltäglichen Sicht auf die Dinge. So werden in ihren Geschichten abstrakte Begriffe plötzlich greifbar und treten manchmal sogar als Person auf, wie zum Beispiel das Schicksal, die Angst oder auch die Farbe Rot. Aber es gibt auch Erzählungen, die von Einsamkeit oder unerwiderter Liebe handeln. „Geschichten können etwas bewirken, sie können Trost und Hoffnung schenken, und sie können manchmal wahr werden. Deswegen muss man aufpassen, was man schreibt“, sagt die Autorin mit einem Augenzwinkern. Daher gebe es, selbst wenn eine Geschichte mal kein Happy End hat, zumindest einen Hoffnungsschimmer am Schluss. „Alles andere wäre unverantwortlich“, lacht sie.

Selber liest sie mit Vorliebe pointierte Texte, die gewürzt sind mit Ironie oder trockenem Humor, beispielsweise die Kolumnen von Axel Hacke. „Aber ich liebe auch die Form des Theaterstücks, weil dort die ganze Geschichte auf die Dialoge verdichtet sein muss. Da ist kein Platz für langatmige Beschreibungen oder Abschweifungen. Das ist überhaupt das oberste Gebot: niemals langweilen!“, sagt die Autorin. Dieses Motto gilt auch für ihre Lesungen, ganz gleich, ob vor Schulkindern oder Erwachsenen. Wer sich davon selbst überzeugen will, hat in ein paar Wochen in Vronis Ratschhaus die Gelegenheit dazu. Bis dahin arbeitet Susanne Feiner unter anderem an ihrem nächsten Theaterstück. Worum es darin geht? „Das kann ich noch nicht verraten, das bringt Unglück“, wehrt sie ab. Nur so viel dürfte klar sein: Es wird wieder eine Komödie werden.

Wer Susanne Feiner live erleben möchte, sollte sich den Freitag, 18. November, vormerken, dann ist die Autorin um 19.30 Uhr in Vronis Ratschhaus, Donaustraße 1, zu Gast. Musikalisch umrahmt wird der Abend vom Gitarrenensemble BelSuono. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Mehr unter www.feiner-schreiben.de.

Quelle: Ingolstädter Zeitung, 10. August 2016

Das Schicksal duscht : Susanne Feiner

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