Rezensionen

Reinhold Fink im Kunstverein-Keller – Mystischer Thriller in Fellbach

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Weise Frauen haben sich damals an hoch energetischen Orten getroffen – und solche gibt es laut Reinhold Fink auch auf dem Fellbacher Hausberg. Nach der ersten Einstimmung springt die Handlung seines Buchs „Der Berg der Seherin“ in die heutige Zeit. Zwei Morde geschehen und Mia, eine junge Fellbacherin, ist plötzlich mittendrin in der Lösung des mystischen Thrillers.

Mia studiert in Tübingen und befasst sich mit regionalen Symbolen und Volksmythen ihrer Heimatstadt. ,,Ich habe in Fellbach an der Lutherkirche, an Maria Regina und weiteren Gebäuden Zeichen entdeckt, über die mir niemand Auskunft geben konnte“, erklärte Reinhold Fink am Donnerstagabend im Kunstverein-Keller, wo der Fellbacher Autor sein neuestes Werk vorstellte. Auch über den Stadtnamen, der angeblich von „Felben, also Weidenbäumen am Bach“ kommen soll, hat er sich seine eigenen Gedanken gemacht, ebenso über das Wappen mit den Wolfsangeln. Fink glaubt nicht alles, was seit Jahrhunderten als unbestritten gilt. ,,Die keltische Vergangenheit unserer Region hat mich inspiriert“, sagte er und wies darauf hin, dass beispielsweise Neckar und Rems keltische Bezeichnungen sind. Er las weitere Kapitel aus seinem 260 Seiten starken Buch, und die Spannung knisterte im Keller.

Mehrfach griff die Musiktherapeutin Elke Schulz zum Akkordeon und ließ beispielsweise Astor Piazollas „Libertango“ erklingen.

Reinhold Fink erzählte vom vier Jahre dauernden Schreibprozess, der ihn bis nach Island geführt hatte. ,,In Island war von einer großen Seherin die Rede und die sah genauso aus, wie ich meine weise Frau in meinem Buch beschrieben hatte“, erzählte Fink. Das habe ihn schon seltsam angerührt. Von geheimen Männerbünden und Bruderschaften ist in dem Buch die Rede, von inneren Kräften und der „großen Göttin“. Das mag vielleicht für manchen etwas esoterisch klingen. Aber alles ist plausibel aufgebaut, nachvollziehbar und mit viel fundiertem Lokalkolorit gefärbt. Dazu ist es auch noch gut und packend geschrieben. hes

Quelle: Fellbacher Zeitung

Der Berg der Seherin – Ein mystischer Thriller : Reinhold Fink

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